Malteser Auszeit

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Ziele der Auszeit

  • Kurzfristige Perspektivplanung (wie geht mein Leben in der Gruppe, Familie, eigener Wohnung, etc. weiter? Was will ich und was bin ich bereit dafür zu tun? Oder wo und wie möchte/könnte ich alternativ leben)
  • Abstand von dem System zur Entzerrung der krisenhaften Entwicklung/ Gruppendynamik
  • Einstieg in eine Tagesstruktur
  • Gezielte Einzelförderung von Ressourcen

Was wir anders machen, als andere Auszeitprojekte

Die Beziehung zu dem pädagogischen Mitarbeiter ist ein Angebot, aber kein unbedingtes Ziel der Maßnahme, außer dies ist ausdrücklich festgelegt.

Bei vielen der betreuten Jugendlichen ist die grundsätzliche Beziehungsfähigkeit gestört. Daher ist es aus unserer Sicht falsch „Beziehung“ vorauszusetzen, bzw. den Aufbau einer tragfähigen Beziehung  als Ziel der Maßnahme zu betrachten.

Der pädagogische Mitarbeiter stellt für den Jugendlichen einen verlässlichen Ansprechpartner dar. Emotionale Aspekte treten in der Zusammenarbeit eher in den Hintergrund.

Ablauf der Auszeit und mögliche Module

  • Die „Auszeit“ kann kurzfristig angefragt und organisiert werden (innerhalb von maximal 3 Tagen). Voraussetzungen sind eine Kostenzusage eines Trägers oder des zuständigen Jugendamtes.
  • Der Mitarbeiter kommt ggf. aus der jeweiligen oder zukünftigen Gruppe wenn dies sinnvoll ist (Stabilität der Beziehung).
  • Der Jugendliche wird bei seinem Start in den Tag begleitet (Wecken, gemeinsames Frühstück, Arbeitsbeginn)
  • Der Jugendliche arbeitet in den Strukturen des Klosters mit (Küche, Garten, Hausmeister, Klosterladen, Kirche)
  • Im Anschluss an die Tätigkeit wird der Jugendliche von dem pädagogischen Mitarbeiter betreut bzw. in seiner Freizeitgestaltung unterstützt bis zur Nachtruhe.
  • Die Auszeit beträgt mindestens 7 Tage. Eine vorläufige Einschätzung der notwendigen Dauer der Maßnahme sollte im Vorfeld geklärt sein.
  • Die Auszeit kann bei Bedarf verlängert werden.